Blackberry bzw. besser RIM hat es geschafft und bringt sein Tablet – das PlayBook – am 14. Juni auf den deutschen Markt. Nach dem Erfolg des iPad’s sind ja so manche Hersteller auf den Zug der Tablet Computer aufgesprungen. Egal ob Samsung, Acer, LG, HP – es gehört zum guten Ton auch ein Tablet anzubieten.
Das die meisten dieser Tablets allerdings am Endkunden vorbei entwickelt wurden, scheint keinen der Hersteller zu interessieren. Fast alle Tablets setzen auf das Android Betriebssystem von Google. Klar, als kostenlose Option ist dies sicherlich für viele Hersteller die schnellste Lösung. Lediglich HP und RIM wagen es mit einem eigenen Betriebssystem und haben deshalb auch etwas länger gebraucht.
Im Fall des PlayBook kann ich bestätigen, dass dies die richtige Wahl war!
Wer einen umfassenden Testbericht sucht, dem empfehle ich bei Gilly’s playground vorbeizuschauen.
Gilly hat einen ausführlichen Test mit über einer Stunde Videomaterial veröffentlicht!
Ich will mich deshalb recht kurz fassen in meiner Beurteilung:
Das PlayBook ist das beste Tablet am Markt ….. nach dem iPad. Zumindest für mich und das auch nur da ich bereits voll im Apple-Ökosystem gefangen bin und viel Geld in Apps, iMac, MacBook, Apple TV und Co investiert habe. Wäre das nicht der Fall, könnte ich mir gut vorstellen das PlayBook intensiv(er) zu nutzen.
Der Formfaktor ist ideal für ein Tablet: 7″ sind deutlich kleiner und kompakter als ein 10″ iPad.
Die Verarbeitung des Geräts ist auf höchstem Niveau. Es kommt kein Plastik-Feeling auf wie bei so manchem Android Gerät. Das beste am PlayBook ist aber sicherlich das OS: 1080p Flash Video bei vollem Multitasking sind für das PlayBook kein Problem. Alle wichtigen Funktionen sind vorhanden. Der Browser funktioniert 1A und zeigt dank Flash auch deutlich mehr Seiten als mein iPad an.
Was ist zu bemängeln am PlayBook?
RIM hat einen “Android-Player” angekündigt. Mit diesem soll man auch Android Apps auf dem PlayBook installieren können. Leider gibt es keinen verbindlichen Termin hierfür. Dieser Player wäre dringend erforderlich, da es einfach nicht genug Anwendungen im Moment gibt. OK, man muss dem Gerät natürlich noch etwas Zeit geben, aber ein Tablet Erfolg hängt maßgeblich von den angebotenen Apps und derer Qualität ab.
Das ist Mangel Nr. 1 – nicht 100%ig RIM anzulasten, dass ein neues Tablet mit einem neuen OS in den ersten Wochen nach dem Start noch nicht genügend Apps hat.
Gravierender ist aus meiner Sicht der anfängliche Verzicht von Standard Anwendungen wie einem E-Mail Client oder einem Kalender. Blackberry hatte hier die Idee ein Blackberry Smartphone zu koppeln und damit die Apps anzubieten. Gute Idee, nur hat leider kaum ein Privatnutzer einen Blackberry – zumindest nicht bei uns in Deutschland.
RIM hat dies aber bereits eingesehen und angekündigt innerhalb von 60 Tagen (wovon schon gut die Hälfte vergangen sind) die Apps nachzureichen.
Mein Fazit
Ich hatte so gut wie jedes Tablet bereits in der Hand und bisher war ich bei jedem nach 5 Minuten wieder froh mein iPad in den Händen zu halten. Das PlayBook ist das erste Gerät welches ich wirklich empfehlen kann: Insbesondere Blackberry Smartphone Nutzern und/oder Tablet-Einsteigern die bisher noch kein Geld in Apps investiert haben. Wer außerdem Flash braucht, kommt am PlayBook (derzeit) nicht vorbei!
Mein Gerät werde ich wohl wieder verkaufen. Falls jemand Interesse hat: einfach melden.

